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Nachdem schon Freiwillige Feuerwehren in den heute zur Gemeinde Stockelsdorf gehörenden Dörfern Obernwohlde, Horsdorf und Malkendorf entstanden waren, wurde 1887 in Stockelsdorf eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Den Protokollen ist zu entnehmen, dass nach mehrfacher Besprechung verschiedener Bewohner von Stockelsdorf, betreffs Gründung einer freiwilligen Feuerwehr zu Stockelsdorf, deren Bedürfnis immer mehr hervortrat, durch die schlechte Einrichtung des Gemeindelöschwesens, versammelten sich die Freunde der guten Sache am 10. Mai 1887 im Lokale des Gastwirts Meier zur ersten Beratung. Dieselbe war von überraschendem Erfolg gekrönt, so dass nach einigen Begründungen und Klarlegungen der Beschluss gefasst
wurde, eine freiwillige Wehr zu gründen und wenn möglich die ganze Ausrüstung auf eigene Kosten zu beschaffen.

Heinrich Lütgens

Heinrich Lütgens

Am selben Abend traten 25 Mann der neu gegründeten Wehr als aktive Mitglieder bei. Es wurde ein Komitee bestehend aus den Bürgern H. Lütgens, D. Dau, F. Willers, J. Scheel und H. Brede gewählt, sie sollten die Statuten ausarbeiten und Geldmittel zur ersten Ausrüstung beschaffen. Dies gelang mit Erfolg, so dass ein sicheres Fundament für die neu gegründete Wehr geschaffen wurde. Um die Wehr mit einer notdürftigen Ausrüstung zu bestücken, mussten mindestens 1.500 Mark aufgewendet werden, dies gelang durch Spenden in Höhe von 694 Mark und einem Darlehen bei der Schwartauer Sparkasse über 900 Mark.

Damit konnten die ersten Ausrüstungsgegenstände beschafft werden, unter anderem eine Abprotzspritze von Fa. Kurtz aus Stuttgart zum Preis von 900 Mark, Schläuche wurden bei der Lübecker Wehr gekauft und Uniformen bei Kassenburg in Hannover. Da die Wehr über kein Spritzenhaus verfügte, wurden die Gerätschaften auf dem Gutshof Stockelsdorf untergebracht.

Am 8. Juni 1887 fanden die ersten Vorstandswahlen statt, in der Heinrich Lütgens als erster Hauptmann der Wehr gewählt wurde. Er führte diese 20 Jahre und wurde am 13. Mai 1907 zum Ehrenhauptmann gewählt. In den ersten Jahren rückte die Wehr nicht nur in der Gemeinde Stockelsdorf zu Einsätzen aus, sondern auch über Lübeck und Vorwerk bis nach Reinfeld. In Jahresberichten bis 1900 wird erwähnt, dass bei einigen Einsätzen neben der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf eine Gemeindespritze zum Einsatz kam.

Weitere Vorstandsmitglieder im Gründungsjahr waren:

1. Zugführer…..: U. Meier
2. Zugführer…..: Karl Eschenburg
Kassierer……….: Fritz Willers
Schriftwart…….: H. Brede
Hornist………….: Heinrich Beth

Die Wehr um die Jahrhundertwende

Die Wehr um die Jahrhundertwende